Anklopfen (CW)
Falls Sie gerade ein Gespräch führen, können Sie mit dem Anklopfsignal darauf hingewiesen werden, dass Sie ein weiterer Gesprächspartner erreichen will. Sie können dann entscheiden, ob Sie den Anruf abweisen wollen und Ihr bereits begonnenes Gespräch zu Ende führen oder ob Sie den Anklopfer annehmen. Das bisherige Gespräch können Sie entweder beenden oder halten. Zwischen den beiden unterschiedlichen ,Gesprächen können Sie mit der Funktion Makeln hin- und herschalten, (siehe Makeln).

Anrufweiterschaltung ständig (CFU), bei nicht melden (CFNR), bei Besetzt (CFB)
Mit der Anrufweiterschaltung bleiben Sie immer erreichbar, da Sie Anrufe für eine Rufnummer Ihres Anschlusses z. B. auf Ihr GSM-Handy oder auch jeden anderen Telefonanschluss weiterleiten können. Die Variante CFU leitet alle Anrufe für Ihre Rufnummer sofort und ohne einen Anrufversuch weiter. Es klingelt also kein Telefon an Ihrer Anlage. Die Variante CFNR leitet Anrufe weiter, wenn nach der festen
Zeit von 20 Sekunden der Ruf nicht angenommen wurde. Die Variante CFB sorgt für eine Anrufweiterschaltung, falls Ihre Rufnummer besetzt ist.

Parken (TP) am Amt / am internen S0-Bus
Mit diesem Merkmal kann man ein Gespräch unterbrechen, das Telefon vom Mehrgerätebus trennen, an einer anderen Stelle desselben Busses wieder einstecken und danach weiter telefonieren. In Verbindung mit einer Telefonanlage ist das ebenfalls möglich, solange nur ein Gespräch geparkt werden soll. Andernfalls müsste die Telefonanlage ID-Nummern verwalten können. Durch die Vermittlungsfunktionen bei Tk-Anlagen spielt allerdings das Parken von Gesprächen eine untergeordnete Rolle. Außerdem haben Auerswald-Telefonanlagen den Vorteil, dass während der Vermittlungszeit eine Wartemusik eingespielt werden kann.

Rufnummernanzeige (CLIP)
Unter dem Merkmal CLIP versteht man die Anzeige der Rufnummer des Anrufers. Schon während der Rufphase, bevor Sie das Gespräch entgegengenommen haben, wissen Sie, wer Sie anrufen möchte.
Bei internen ISDN-Systemtelefonen, z. B. das Auerswald-Systemtelefon COMfort, kann sogar der Name des Anrufers angezeigt werden, sofern dieser im Kurzwahlspeicher vorhanden ist und der Anrufer die Übertragung der Rufnummer zugelassen hat.
Bei analogen Telefonen muss ein anderes Verfahren zur Anzeige der Rufnummer eingesetzt werden. Zwischen dem ersten und zweiten Klingelsignal wird eine Datenübertragung (FSK) durchgeführt, die ein CLIP-fähiges Telefon auswerten kann. Auf dem Display des Telefons wird dann die Rufnummer des Anrufers angezeigt. Voraussetzung dafür ist, dass der Anrufer die Übertragung der Rufnummer
zugelassen hat und der Angerufene CLIP-fähige Telefone anschließt.
Wenn Sie an Ihre Auerswald-ISDN-Telefonanlage ein Systemdisplay angeschlossen haben, wird auch hier die Rufnummer des Anrufers angezeigt.

Fallweise Unterdrückung der eigenen Rufnummer (CLIR)
Normalerweise wird Ihre Rufnummer zu Ihrem angewählten Gesprächsteilnehmer übertragen. Der kann dann bereits vor dem Gesprächsbeginn an dieser Rufnummer erkennen, wer anruft. Falls Sie ausnahmsweise oder für längere Zeit die Übertragung der Rufnummer verhindern wollen, kann das jede Auerswald-Telefonanlage für Sie tun.

Anzeige der Zielrufnummer beim Anrufer (COLP)
Mit diesem Merkmal können Sie Ihre Rufnummer dem Anrufer zurück übermitteln. Dies macht z. B. Sinn, wenn der Anrufer einen Teilnehmer erreicht, der eigentlich eine andere Rufnummer dieses Anschlusses hat (z. B. bei einer aktiven Anrufweiterschaltung).

Gebühreninformation am Ende (AOCE) oder während (AOCD) der Verbindung
Generell gibt es zwei unterschiedliche Gebühreninformationen. AOCE erhalten Sie nach Beendigung der Verbindung. Diese reicht für die Aufzeichnung in der Gesprächsdatenerfassung der Telefonanlage völlig aus. Möchten Sie allerdings das angefallene Verbindungsentgelt während einer Verbindung z. B. auf dem Display Ihres Telefons sehen, benötigen Sie hierfür AOCD.

Nachrichtensignalisierung - T-Net-Box (MWI)
Haben Sie den Anrufbeantworter in der Vermittlungsstelle (T-Net-Box) aktiviert und jemand hinterlässt für Sie dort z. B. eine Sprachnachricht, kann die Vermittlungsstelle das den angeschlossenen ISDN-Endgeräten mitteilen (in Planung). Einige Auerswald-ISDN-Telefonanlagen und Systemtelefone verfügen extra hierfür über eine LED, die neue Nachrichten der T-Net-Box signalisiert.

Dreierkonferenz (3PTY)
Die Dreierkonferenz ermöglicht ein Gespräch von 3 Teilnehmern am Amt. Sie können wählen, ob die Telefonanlage die Konferenzschaltung besonders kostengünstig selber ausführen soll oder ob Sie die Variante des Netzbetreibers benutzen. Wählen Sie die Konferenz über die Telefonanlage, benötigen Sie zwei B-Kanäle. Bei der Konferenz in der Vermittlungsstelle des Netzbetreibers wird nur ein B-Kanal benötigt, aber in der Regel ein Zuschlag erhoben. Außerdem muss dann das Merkmal 3PTY freigeschaltet sein.

Makeln (HOLD)
Unter Makeln versteht man das Umschalten zwischen zwei verschiedenen (Amt-) Gesprächen. Im Gegensatz zu einer Konferenzschaltung können die beiden Gesprächspartner immer nur abwechselnd mit Ihnen sprechen und sich nicht gegenseitig unterhalten. Während Sie z. B. mit dem ersten Gesprächspartner sprechen, wird das andere Gespräch "gehalten". Dies kann entweder in der Vermittlungsstelle des Netzbetreibers oder in der Telefonanlage erfolgen. Wird das Gespräch in der
Vermittlungsstelle gehalten, hört der Gesprächspartner während dieser Zeit die Ansage "Ihr Gespräch wird gehalten". Dieser Text ist weder änderbar noch abschaltbar.

Automatischer Rückruf bei Besetzt (CCBS)
(Abk. für Completion of Calls on Busy Subscriber) Falls Sie einen Amtteilnehmer erreichen wollen, der gerade besetzt ist, können Sie mit dieser Funktion einen automatischen Rückruf in der Vermittlungsstelle des Netzbetreibers einrichten. Voraussetzung dafür ist, dass Ihre eigene Vermittlungsstelle und die Zielvermittlungsstelle diese Funktion unterstützen. Nachdem Sie das Besetztzeichen hören, richten Sie den Rückruf durch Nachwahl einer Programmierziffer
ein. Durch den Quittungston wird diese Einrichtung bestätigt. Hat der gewünschte Teilnehmer sein Gespräch beendet, wird Ihr Apparat durch die Vermittlungsstelle gerufen. Sobald Sie abheben, wird auch der gewünschte Teilnehmer gerufen.

Automatischer Rückruf bei Nichtmelden (CCNR)
(Abk. für Completion of Calls on No Response) Falls Sie einen Amtteilnehmer erreichen wollen, der sich bei Ihrem Ruf sich nicht gemeldet hat, so können Sie mit dieser Funktion einen automatischen Rückruf in der Vermittlungsstelle des Netzbetreibers einrichten. Voraussetzung dafür ist, dass Ihre eigene Vermittlungsstelle, die Zielvermittlungsstelle und ggfs. die Tk-Anlage diese Funktion unterstützt. Während Sie das Freizeichen hören, richten Sie den Rückruf durch Nachwahl einer Programmierziffer ein. Durch den Quittungston wird diese Einrichtung bestätigt. Hat der gewünschte Teilnehmer sein Gespräch beendet, wird Ihr Apparat durch die Vermittlungsstelle gerufen. Sobald Sie abheben, wird auch der gewünschte Teilnehmer gerufen.

X.31 am internen S0-Port (X.25 im D-Kanal)
Über X.31 im ISDN lassen sich z. B. Electronic-Cash-Lesegeräte am internen S0-Port betreiben. Die Daten werden vorzugsweise über den D-Kanal mit der Gegenstelle ausgetauscht (X.25). Ein großer Vorteil hierbei sind die freibleibenden B-Kanäle für Telefonate. In den meisten Fällen muss dieser Dienst beim Netzbetreiber zuvor freigeschaltet werden.

Busy-on-Busy
Im ISDN ist jeder Teilnehmer unter jeder MSN gleichzeitig zweimal erreichbar, entweder durch das Merkmal Anklopfen oder über die Rufverteilung zu einer weiteren Nebenstelle. Dies ist nicht immer erwünscht, z. B. wenn man ungestört vertrauliche Gespräche führen möchte. Mit Busy-on-Busy verhält sich die Telefonanlage wie zur Zeit der "analogen" Telefonie; der zweite Anrufer während eines Gespräches erhält einen Besetztton.

Flexibler Rufnummernplan
Der interne flexible Rufnummernplan kann in einem Bereich von 10 bis 59 und/oder 100 bis 599 festgelegt werden. Hiermit können Sie die Rufnummern der internen Nebenstellen, Gruppen (siehe Gruppenbildung), und Türstationen fast völlig frei definieren. Entweder Sie legen Sie so fest, dass sie mit den internen Rufnummern der vorher eingesetzten Telefonanlage oder z. B. bei einer kleinen Pension mit den Zimmernummern übereinstimmen.

Coderuf
Mit dieser Funktion kann man alle freien Teilnehmer mit einem Sonder-Klingelrhythmus klingeln lassen. So kann z. B. der Coderuf 3 (lang, kurz, kurz, kurz) als Ruf für den Hausmeister verwendet werden. Wer als Erster den Hörer abnimmt, hat das Gespräch angenommen.

Wartefeld
Mit dem im COMmander Basic integrierten Wartefeld besteht die Möglichkeit, von einem zentralen Abfrageplatz aus ankommenden Anrufe zu verwalten. Hierbei werden die ankommenden Rufe auf dem Xtension-Modul des COMfort 2000 signalisiert und können nacheinander abgearbeitet werden. Die einzelnen Anrufe können dabei an einen anderen Teilnehmer weitervermittelt, in die Warteschleife für einen besetzten Teilnehmer gestellt oder im Wartefeld des zentralen Abfrageplatzes gehalten werden. Auf dem Xtension-Modul des COMfort 2000 sind die dort gehaltenen Anrufer jederzeit über die entsprechende Taste wieder aufrufbar. Bei 4 externen S0-Ports können bis zu 8 Anrufe im Wartefeld verwaltet werden.

Gruppenbildung
Mit der Funktion Gruppenbildung können interne Nebenstellen zu einer Gruppe, die eine eigene interne Rufnummer erhält, zusammengefasst werden. Die Gruppen werden ähnlich wie Nebenstellen verwaltet und haben eigene Berechtigungen wie Amtund Kurzwahlberechtigungen, Sperr- und Freigabenummern, Rufnummernübermittlung und natürlich eine separate Rufverteilung. So kann beispielsweise die Vertriebsabteilung eine zusätzliche Nebenstellen-Sammelnummer bekommen. Darüber sind dann alle zu diesem Bereich gehörenden Nebenstellen gleichzeitig anwählbar.

Sammelrufgruppen
Bei einigen Auerswald-Telefonanlagen stehen bis zu 8 Sammelrufgruppen zur Verfügung. Darin lassen sich z. B. alle Telefone in einem Büro zusammenfassen. Wird dann diese Sammelrufgruppe gerufen, so klingeln alle Telefone in diesem Büro. Wer den Hörer zuerst abhebt, nimmt das Gespräch an.

SMS im Festnetz
Seit Juni 2001 können auch im Festnetz SMS versendet und empfangen werden. Dazu werden spezielle, SMS-fähige Endgeräte benötigt. Auch die Systemtelefone COMfort 1200, COMfort 2000 und das Voice Mail Center 461 von Auerswald unterstützen diese SMS-Funktionen. Die Nachrichten können direkt von einem COMfort-Systemtelefon verschickt werden. Eingegangene Nachrichten werden am Gerät signalisiert und können dann über Menüfunktionen abgerufen und gelesen werden. Mit der Software COMfort SMS können Kurznachrichten mit dem PC erstellt und über das COMfort verschickt werden. Eine Archivierung von empfangenen und gesendeten Kurznachrichten ist ebenfalls möglich.
Durch ein Firmware-Update über die Telefonleitung lassen sich sogar ältere COMfort 1200 und COMfort 2000 kostenlos mit dieser Funktion nachrüsten. An alle ISDN-Telefonanlagen von Auerswald, die mit der Funktion "CLIP an analogen Nebenstellen" ausgestattet sind, können darüber hinaus handelsübliche SMS-fähige Endgeräte zur Nutzung des neuen Leistungsmerkmals angeschlossen werden.

T-Net-Funktionen
Einige Auerswald-ISDN-Telefonanlagen unterstützen an den analogen Nebenstellen die wichtigsten T-Net-Funktionen. Es gibt analoge Komforttelefone, die bereits vordefinierte Funktionstasten oder Menüs für z. B. Rückruf bei Besetzt, Anrufweiterschaltung, Makeln oder Konferenz besitzen. Diese sogenannten Keypad-Funktionen (Rückruf bei Besetzt: R * 37 #) sind ursprünglich für den Einsatz dieser Geräte an einem analogen Hauptanschluss gedacht (T-Net). Auerswald-ISDN-Telefonanlagen mit dieser Unterstützung setzen diese Funktionen in entsprechende Anlagen- oder ggf. in ISDN-Funktionen um.

VIP- / Robinsonnummern
Einige Auerswald-ISDN-Telefonanlagen verfügen über sogenannte VIP- und Robinsonnummern. Die Amtrufnummern, die als VIP-Nummern festgelegt sind, können einen Teilnehmer mit aktiviertem Anrufschutz weiterhin anrufen. Im Gegensatz dazu können Amtrufnummern, die als Robinsonnummer festgelegt sind, den entsprechenden internen Teilnehmer nicht erreichen.

Klingelrhythmus für Intern-, Amt- und Türgespräche
Durch unterschiedliche Klingelrhythmen kann man bereits vor der Gesprächsannahme erkennen, ob es sich um ein Intern-, Amt-, oder Türgespräch handelt.

Wählton umschaltbar
An unterschiedlichen Wähltönen können Sie erkennen, ob Sie eine interne Nummer oder eine Nummer am Amt wählen. Üblicherweise wird nach dem Abheben des Hörers der interne Wählton (kurz, kurz, kurz) zu hören sein. Nach der Wahl der "0" für den Amtzugang hören Sie dann den Dauerwählton des Netzbetreibers. Einige Geräte (Faxgeräte, Modems etc.) verfügen über eine Wähltonerkennung, die nur den Dauerwählton erkennt. Hier lässt sich der interne Wählton auf Dauerton umstellen, um so einen einwandfreien Betrieb zu ermöglichen.

Anrufschutz intern / Amt
Falls Sie in Ruhe arbeiten möchten, können Sie den Anrufschutz einschalten. Sie werden dann nicht mehr durch interne oder Amtgespräche gestört, können aber ungehindert selbst telefonieren. Von internen Teilnehmern können Sie in ganz besonders wichtigen Situationen über den Dringlichkeitsruf trotzdem erreicht werden.

Datenübertragungsrate an den analogen Nebenstellen
Auerswald-Telefonanlagen bieten eine Datenübertragungsgeschwindigkeit bis zu 56 KBps (V.90).

Amtreservierung
Falls Sie ein Amtgespräch führen wollen und gerade alle B-Kanäle oder Amtleitungen belegt sind, können Sie sich einen B-Kanal oder eine Amtleitung reservieren lassen. Sobald Ihr Amtgespräch möglich ist, klingelt Ihr Telefon, und Sie können wählen.

Direkter Amtapparat
Wenn Sie eine Nebenstelle als direkten Amtapparat einrichten, können Sie direkt nach Abheben des Hörers mit der Wahl der Amtrufnummer beginnen (ohne Amtzugangsziffer). Interne Gespräche und das Vermitteln von Gesprächen sind weiterhin möglich.

Gesprächsübernahme
Mit dieser Funktion wird es möglich, ein Gespräch, welches ein anderer interner Teilnehmer führt, zu trennen und auf den eigenen Apparat zu legen. Diese Funktion ist insbesondere bei der Verwendung von Anrufbeantwortern sinnvoll nutzbar. Im Bedienprogramm stellen Sie ein, bei welchen Teilnehmern die Gesprächsübernahme zugelassen ist.

Kostenlose Gespräche zwischen allen internen Teilnehmern
Interne Gespräche werden über die Vermittlungsmatrix der Telefonanlage geführt. Dies gilt auch für den internen S0-Bus und die Verbindung zwischen zwei ISDN-Telefonen. Aus diesem Grund entstehen bei internen Gesprächen auch keinerlei Gebühren. Bei allen Auerswald-Telefonanlagen ist der Verbindungsaufbau und die Vermittlung uneingeschränkt für alle ISDN- und Analogteilnehmer möglich.

Rufumleitung, Makeln, Konferenz über den 2. B-Kanal
Die meisten Auerswald-ISDN-Anlagen lassen die Wahl, ob die Funktionen Rufumleitung, Makeln und Konferenz in der Vermittlungsstelle des Netzbetreibers (es wird nur ein B-Kanal belegt) oder besonders kostengünstig in der Anlage über den zweiten B-Kanal durchgeführt werden.

Rufumleitung, Follow-me intern
Bei Auerswald-Telefonanlagen gibt es die Möglichkeit, zwischen zwei Varianten der Rufumleitung zu wählen. Bei der klassischen Rufumleitung bestimmen Sie jeweils von Ihrem Apparat aus, wohin Gespräche umgeleitet werden sollen. Wollen Sie das Umleitungsziel ändern, so müssen Sie das von Ihrem Apparat aus tun.
Die Funktion Follow-me ist eine Variante davon. Sie gehen zunächst zum Apparat am Umleitungsziel und wählen dort die Funktion Follow-me für Ihre interne Rufnummer. Jetzt kommen Gespräche für Ihren Apparat am Umleitungsziel an. Gehen Sie zu einem neuen Umleitungsziel, so wiederholen Sie hier nur die Follow-me-Einrichtung, und schon ist das Umleitungsziel umgestellt. Alle Rufumleitungen können sinnvollerweise nur in einer Ebene ausgeführt werden. Das bedeutet, dass ein umgeleitetes Gespräch von der Anlage nicht weiter umgeleitet wird.

Rufweiterschaltung intern / Teilnehmer-Rufweiterschaltung bei Nichtmelden
Falls Sie ständig zwischen zwei Büroräumen pendeln, ist eine interne Rufumleitung wenig sinnvoll. Hier können Sie die Rufweiterschaltung einsetzen. Es klingelt dann zunächst am angewählten Apparat und nach einer einstellbaren Zeit (10, 20, 30 oder 40 Sekunden) am weitergeschalteten Telefon. Alle Rufweiterschaltungen können nur in einer Ebene ausgeführt werden. Das bedeutet, dass ein weitergeschaltetes Gespräch von der Anlage nicht noch einmal weitergeschaltet wird.

Chef-Sekretärin-Funktion
Bei eingeschalteter Chef-Sekretärin-Funktion werden alle Anrufe auf die Sekretärin umgeleitet, die den Chef aber trotz der Umleitung jederzeit erreichen kann.

Apothekerschaltung intern / Amt
Mit der internen Apothekerschaltung kann bei Betätigung eines Klingeltasters ein Anrufbeantworter zur Ansage und/oder Aufnahme auf die Türstation geschaltet werden. Die Apothekerschaltung am Amt verbindet bei der Betätigung des Klingeltasters die Türstation mit einem externen Amtanschluss.

Automatischer Rückruf bei Besetzt / bei Nichtmelden intern
Falls Sie einen internen Teilnehmer erreichen wollen, der gerade besetzt ist oder sich nicht meldet, können Sie einen automatischen Rückruf einleiten. Durch einen Quittungston wird diese Aktivierung bestätigt. Ist der angerufene interne Teilnehmer wieder erreichbar, wird Ihr Apparat gerufen. Sobald Sie abheben wird der gewünschte Teilnehmer gerufen.

Uhrenfunktion
Auerswald-Telefonanlagen verfügen über eine interne Uhr. Dadurch werden automatische Tag-/Nachtschaltung, Wecken, Gesprächsdatenerfassung mit Datum und Uhrzeit, Update-Automatik etc. möglich. Bei ISDN-Telefonanlagen wird die Uhrzeit automatisch gestellt bzw. korrigiert, sobald ein gehendes Amtgespräch geführt wird. Die Umstellung der Zeitzone (Sommer-/Winterzeit) kann bis zu einer Woche im Voraus programmiert werden.

Konfigurationsumschaltung (Tag-Nacht-Umschaltung) über interne Uhr
Es stehen für jeden Wochentag programmierbare Zeiten für z. B. die Tag-Nacht-Umschaltung zur Verfügung. Die Einrichtung dieser Zeiten erfolgt über das Bedienprogramm. Die automatische Umschaltung kann jederzeit aktiviert oder deaktiviert werden. Parallel ist natürlich auch die manuelle Umschaltung per Telefon möglich.

Weckfunktion
Für jeden Teilnehmer gibt es einen Weckzeitspeicher für das einmalige oder tägliche Wecken. Durch Blockbildungen (alle Tage, Montag bis Freitag, Samstag und Sonntag etc.) sind viele Varianten möglich. Bei Erreichen der Weckzeit wird der entsprechende Teilnehmer mit einem Wecksignal gerufen. Dieses Signal wird durch Abheben des Hörers abgestellt.

Weiterverbinden nach extern (Amt-an-Amt-Vermittlung)
Falls Sie ein bestehendes Amtgespräch direkt an einen anderen Amtteilnehmer weitergeben wollen, können Sie das mit dieser Funktion tun. Dabei müssen Sie nur beachten, dass Sie die Kosten für das vermittelte Gespräch tragen. Aus diesem Grund lässt sich bei den Auerswald-Telefonanlagen eine Zeitbegrenzung für die Amt-an-Amt-Verbindung einstellen.

Wartemusik (auch extern)
Auerswald-Telefonanlagen verfügen über einen eigenen Musik-Chip mit bis zu sieben unterschiedlichen Wartemelodien (GEMA-frei) oder einem DSP (Digitalen Signal Prozessor) mit einem Speicher für bis zu 3 Minuten für eine beliebige Wartemelodie (Windows-WAV-File), die Sie mit dem PC in der Telefonanlage speichern können. Selbstverständlich können Sie die Wartemusik auch abschalten. Ist die Anlage mit
einem externen Musikeingang (Cinchbuchse) ausgestattet, können Sie auch handelsübliche Audiogeräte oder den Digitalen Audio-Recoder DAR-4000 für die Wiedergabe einer Wartemelodie oder Werbetexte verwenden.

TAPI-Unterstützung
Abk. für Telephone Application Programming Interface. Bezeichnung einer Standard-Software-Schnittstelle für computergestütze Telephonie. TAPI stellt sicher, dass Soft- und Hardware verschiedener Hersteller miteinander arbeiten können. TAPI ist ein Satz von Befehlen und Befehlsparametern, der unter Microsoft Windows das Zusammenwirken von Anwendungssprogrammen und Telekommunikations- Hardware ermöglicht. Im Betriebssystem des Computers wird dazu der sogenannte TAPI Service Provider, eine Software-Schnittstelle, eingerichtet. Über diese Schnittstelle tauschen das Programm und die Auerswald-ISDN-Tk-Anlage bzw. das COMfort 1200/2000 alle notwendigen Informationen aus.

Call Through
Mit dieser Funktion ist die Senkung der Mobilfunkkosten um mehr als 80% möglich. Der externe Teilnehmer wählt eine zuvor definierte Rufnummer seiner heimischen Telefonanlage an. Anhand seiner übermittelten Rufnummer erkennt die Anlage, dass der Anrufer für "Call Through" berechtigt ist, hebt ab und wartet auf die Übermittlung einer Rufnummer oder eines Kurzwahlziels der Telefonanlage. Die
Eingabe kann manuell oder aus dem Telefonbuch des Handys erfolgen und muss immer die Ortsvorwahl bzw. die Auslandsvorwahl beinhalten. Außerdem kann als Ziel ein Kurzwahlspeicherplatz aus dem Telefonbuch der Telefonanlage gewählt werden. Das Handy muss dazu MFV-Wahl unterstützen. Die Telefonanlage wählt dann über einen freien B-Kanal diese Rufnummer an. Ist Least Cost Routing für diese Funktion erlaubt, wird anhand der gewählten Rufnummer ggf. ein günstigerer Anbieter vorweg gewählt.

Least Cost Routing (Soft-LCR)
In Auerswald-ISDN-Anlagen können so genannte LCR-Tabellen hinterlegt werden, die die Tarifinformationen ausgewählter Provider enthalten. Wählen Sie nun eine mRufnummer, entscheidet die Telefonanlage vollautomatisch, welcher der in der Tabelle enthaltene Netzbetreiber (Provider) zu diesem Zeitpunkt am günstigsten ist. Sollte einmal der Netzbetreiber blockiert sein, entscheiden einige Systeme wiederum automatisch, wer der nächst günstigere ist. Ihr Telefonieverhalten brauchen Sie nicht anzupassen. Das macht die Auerswald-ISDN-Telefonanlage für Sie.

Least Cost Routing (Soft-LCR easy)
Die integrierte Least Cost Routing-Funktion von Soft-LCR easy stellt automatisch aktuelle Daten für kostengünstige Verbindungen zur Verfügung. Soft-LCR easy zeichnet sich durch einfachste Bedienung aus. Ist die Software einmal eingerichtet, maktualisiert sich das Programm automatisch in voreingestellten Zyklen selbst.
Das Update der Tarifdaten wird hierbei über eine 0190er Rufnummer durchgeführt. Dadurch ist es möglich, die Kosten für das durchgeführte Update in Abhängigkeit der übertragenen Daten zu berechnen. Natürlich gibt es bei Auerswald hier keine versteckte Kostenfalle: ein Update mit 8 Providern (Netzbetreibern) kostet Sie nur 0,49 € (Beispiel: T-ISDN-Standardtarif, Stand Februar 2002).
Der besondere Clou hierbei ist jedoch, dass der Update-Server genau weiß, welche Providerdaten in der Anlage vorliegen und dadurch kein erneutes Update mit denselben Daten zulässt. Nur wenn wirklich neue Daten benötigt werden, entsteht eine kostenpflichtige Verbindung.

Text vor Melden
Der externe Anrufer hört nach 1-2 Rufen einen Begrüßungstext, solange bis Sie das Gespräch entgegennehmen. Dieser Text kann per Telefon aufgesprochen oder als WAV-Datei in die Anlage eingespielt werden.

Türfreisprechen mit TFS-Dialog, TFS-Dialog Pro oder TSA-500
Die Schaltrelais der meisten Auerswald-Telefonanlagen lassen sich universell nutzen. Falls Sie ein Türfreisprechsystem (z. B. TFS-Dialog) einsetzen, wird das Türsprechrelais zum Einschalten der Versorgungsspannung verwendet.

Türöffner über Telefon betätigen
Durch diese Funktion können Sie z. B. nach einem Türgespräch vom Telefon aus einen elektrischen Türöffner betätigen lassen. Die Türöffnerzeit wird von der Telefonanlage gesteuert und ist einstellbar.

Musikfunktion, Einschalten z. B. eines MP3-Players bei Rückfrage
Unbenutzte Türrelais können als Schaltrelais zur Steuerung von externen Geräten genutzt werden. Falls Sie z. B. einen CD- oder MP3-Player zum Einspielen der Wartemusik bei einer Rückfrage steuern möchten, kann das Relais in dieser Betriebsart ein entsprechendes Schaltsignal erzeugen. Die maximale Belastbarkeit der Relaiskontakte beträgt 30 V AC / 1 A. Die Nachlaufzeit ist einstellbar.

Universell, z. B. tagsüber an oder nachts an
Diese Betriebsart ermöglicht z. B. den Schaltvorgang bei Tagschaltung oder Nachtschaltung der Telefonanlage. Damit lassen sich externe Geräte steuern (z. B. Heizgeräte, Außenbeleuchtung). Die maximale Belastbarkeit der Relaiskontakte beträgt 30 V AC / 1A.

Fernschalten von intern / vom Amt
Schaltrelais können auch zum Fernschalten vom Amt genutzt werden. Dazu muss die Funktion des Schaltrelais entsprechend programmiert sein. Man kann dann die Auerswald-Telefonanlage anrufen, das externe Passwort eingeben und dann den gewünschten Schaltvorgang auslösen. Die maximale Belastbarkeit der Relaiskontakte beträgt 30 V AC / 1 A.

Rufnummern zentral
Der zentrale Kurzwahlspeicher steht allen Teilnehmern mit entsprechender Berechtigung zur Verfügung. Da dieser Speicher zentral im Telefonsystem verwaltet wird, lassen sich mit dem Bedienprogramm z. B. sehr einfach alphabetisch sortierte Kurzwahllisten drucken.

Rufnummern pro Teilnehmer
Zusätzlich zum zentralen Kurzwahlspeicher existiert bei einigen Auerswald-Telefonanlagen noch ein so genannter persönlicher Speicher von 10 bzw. 20 Rufnummern pro Teilnehmern in der Anlage, der nur vom jeweiligen Teilnehmer genutzt werden kann.

Notrufnummern mit Sonderrechten
Notrufnummern mit Sonderrechten sind in vielen Auerswald-Telefonanlagen möglich. Dieser Speicher ist gegen Verändern mit einem Passwort geschützt. Eine eigene Amtberechtigung erlaubt die Nutzung nur dieses Speicherbereiches. Außerdem kann der Notrufspeicher zusammen mit der Notrufvorrangschaltung zur bevorzugten Wahl genutzt werden.

Speicher mit bis zu 100 Stellen
Diese Speicher sind zum Anlegen von Pager- oder SMS-Meldungen geeignet. Insgesamt können hier bis zu 100 Stellen gespeichert werden. Dazu gehören auch Steuerzeichen zur Umschaltung auf MFV und Pausenzeichen. Die Buchstaben werden vom Bedienprogramm nach einer Tabelle im CEPT T/CS34-15 Alphabet codiert. Der Anwender muss zur Übertragung der Nachricht jetzt nur noch die entsprechende
Kurzwahlnummer wählen.

Kurzwahlberechtigung als Erweiterung der Amtberechtigungen
Mit der Kurzwahlberechtigung kann bei geringer Amtberechtigungsstufe z. B. die Wahl der Kurzwahlnummern für bestimmte Rufnummern ermöglicht werden. Andererseits können mit ausschließlicher Kurzwahlberechtigung nur die Kurzwahlnummern am Amt freigegeben werden.

Wahlpause programmierbar
Für die Anwahl von bestimmten Diensten ist es erforderlich, Steuercodes etc. erst nach einer Wahlpause zu senden. Die bis zu 100-stelligen Kurzwahlspeicher der Auerswald-Telefonanlagen verfügen daher über eine programmierbare Wahlpause, die an beliebigen Stellen der Kurzwahlnummer eingefügt werden kann.

Stromausfallsicherer Kurzwahlspeicher
Der Kurzwahlspeicher ist, genauso wie der gesamte Konfigurations- und Gesprächsdatenspeicher, gegen Datenverlust bei Stromausfall geschützt. Bei Auerswald-Telefonanlagen werden nur EPROMs und/oder Flash-EPROMs eingesetzt, die auch ohne Batteriepufferung bis zu 10 Jahre Stromausfall ohne Datenverlust überstehen.

Nummer zu Name
Bei Auerswald-ISDN-Telefonanlagen mit internem S0-Port können im Kurzwahlspeicher der Telefonanlage zusätzlich Namen zur Rufnummer gespeichert werden. In Verbindung mit den Auerswald-Systemtelefonen und dem Systemdisplay SD-420 kann so der Name zur übermittelten Rufnummer des Anrufers angezeigt werden.

Amtberechtigungsarten
Mit unterschiedlichen Amtberechtigungsarten können Sie kontrolliert Gespräche verhindern. So können Sie festlegen, welche Gespräche jeder einzelne Teilnehmer führen darf: nur Interngespräche, nur Notrufe, Ortsgespräche, Ferngespräche, Auslandsgespräche. Zusätzlich können Sie die Berechtigungen um die Kurzwahlnummern erweitern. Alle höheren Berechtigungen schließen die niedrigeren Berechtigungen
ein. Zur Erstellung der Berechtigungen benötigen Sie das Konfigurationsprogramm der Anlage oder das entsprechende Passwort. Zusätzlich zu den Amtberechtigungen können Sie einstellen, wer die Türgespräche führen darf.

Passwortschutz
Zur Einrichtung und Bedienung der Auerswald-Telefonanlagen sind für bestimmte Funktionen Passworte erforderlich. Das öffentliche Passwort soll verhindern, dass durch eine versehentliche Fehlbedienung ungewollt Programmierungen durchgeführt werden. Mit dem geheimen Passwort kann z. B. der Anlagenstatus verändert und die Amtberechtigung eingerichtet werden. Das externe Passwort dient zum Auslösen von Fernschaltvorgängen und zum Einrichten von Rufumleitungen. Das private Passwort wird für die Kennzeichnung von Privatgesprächen benötigt. Die Bediensoftware COMtools kann mit einem Benutzerpasswort gegen unberechtigten Zugriff geschützt werden. Mit dem Errichterpasswort kann die Konfiguration der Anlage gegen Zugriff über die COMset-Software geschützt werden. Alle Passworte können vom Einrichter der Anlage nach eigenen Wünschen festgelegt werden.

Baby- / Seniorenruf
Nach dem Abheben des Hörers wählt die Anlage automatisch ohne weiteren Tastendruck einen internen Teilnehmer oder eine Amtrufnummer direkt oder über den Kurzwahlspeicher an. Das Ein- und Ausschalten dieser Funktion erfolgt beim Systemtelefon auf einfachen Tastendruck oder von anderen Telefonen durch Wahl einer entsprechenden Programmierziffer.

Dringlichkeitsruf
Hat ein Teilnehmer Anrufschutz geschaltet, so ist er für normale Anrufer nicht mehr erreichbar. Mit dieser Funktion kann ausnahmsweise von einem internen Teilnehmer der Anrufschutz umgegangen werden.

Sperrnummern
Falls Sie für einzelne oder alle Teilnehmer bestimmte Rufnummern oder Nummernkreise sperren wollen, können Sie Sperrnummern einrichten. Falls Sie z. B. die Ziffernfolge 0190 sperren, sind alle Nummern, die mit diesen Ziffern beginnen, gesperrt.

Freigabenummern als Ergänzung zu Sperrnummern
Die Freigabenummern ermöglichen die Erweiterung der Berechtigung einzelner oder aller Teilnehmer für ganz bestimmte Rufnummern. So können Sie z. B. die Amtberechtigung im Kinderzimmer auf Ortsgespräche einstellen und zusätzlich die Fernrufnummer für die Oma in den Freigabenummern zulassen.

Notrufspeicher mit Sonderrechten
Insgesamt stehen 10 Notrufspeicher zur Verfügung. Dieser Speicher ist gegen Verändern mit einem Passwort geschützt. Eine eigene Amtberechtigung erlaubt die Nutzung nur dieses Speicherbereiches. Außerdem kann der Notrufspeicher zusammen mit der Notrufvorrangschaltung zur bevorzugten Wahl genutzt werden.

Notrufvorrangschaltung
Die Notrufvorrangschaltung ermöglicht auch einen Notruf, wenn alle Leitungen oder B-Kanäle belegt sind. In diesem Fall unterbricht die Anlage ein bestehendes Amtgespräch und ermöglicht so den Notruf.

Raumüberwachung intern / Amt
Falls Sie z. B. den Schlaf Ihres Babys überwachen wollen, können Sie dafür die Raumüberwachung nutzen. Sie heben dazu den Hörer des Telefons im Kinderzimmer ab, wählen eine Programmierziffer und legen den Hörer neben das Telefon. Wenn Sie jetzt diesen Apparat anrufen, wird die Sprechverbindung zur Raumüberwachung geschaltet. Diese Funktion ist auch von einem anderen Amtteilnehmer aus durchführbar. Zur Identifikation ist vorher das externe Passwort erforderlich.

Alarmfunktion
Einige Auerswald-Telefonanlagen verfügen über einen oder mehrere Alarmeingänge die Sie zur Signalisierung bzw. Alarmierung bestimmter Ereignisse verwenden können. Die Signalisierung kann an internen Nebenstellen oder Amtrufnummern erfolgen. Stehen noch Schaltrelais zur Verfügung kann sogar eine separate Sirene angesteuert werden. Die Alarmfunktion kann auch mit der Funktion "Notrufvorrangschaltung" kombiniert werden.

Gesprächsdatenerfassung
Sie erhalten pro internem Teilnehmer eine umfangreiche Liste mit allen wichtigen Gesprächsdaten. Sie können frei wählen, welche Daten erfasst werden sollen: Rufnummer, vergeblich kommende Gespräche, zustande gekommene Gespräche, kommende Gespräche, vergeblich gehende Gespräche, gehende Gespräche ohne Gebühren, gehende Gespräche mit Gebühren, private Gespräche, dienstliche Gespräche.
Pro Gespräch erhalten Sie dann: Gesprächsbeginn und -ende, Dauer, Kosten, gewählte Rufnummer, verwendete MSN/DDI (Amtrufnummer) und Netzbetreiber, Gesprächskennung, dienstlich/privat und kommend/gehend. Für die Einheitenerfassung ist bei analogen Anlagen der Gebührenimpuls und bei ISDN-Anlagen das Merkmal AOCE (Gebühreninformation am Ende des Gesprächs) notwendig. Die erfassten Gesprächsdaten können über einen PC oder über einen Drucker mit V.24-Schnittstelle ausgedruckt werden.

Projektierung
Sie können in Verbindung mit der Software COMlist projektorientiert Gespräche mabrechnen. So kann z. B. ein Rechtsanwalt mit dem COMfort-Systemtelefonen während eines Gesprächs - dabei ist es egal ob er angerufen wurde oder selber die Verbindung aufgebaut hat - eine 2 bis 6-stellige Projektnummer festlegen. Anhand dieser Projektnummer kann er dann alle für diesen Mandanten geführten Gespräche
exakt abrechnen.

Trennung von Privat- und Dienstgesprächen
Die Trennung von Privat- und Dienstgesprächen erfolgt durch die Wahl eines persönlichen Teilnehmer-Passwortes. Dieses Passwort wird vor einem Privatgespräch für den Amtzugang gewählt. Dadurch kann dieses Gespräch sowohl von der Datenerfassung als auch von der Amtberechtigung und Gebührenkontobelastung her anders behandelt werden.

Gebührenerfassung
Die Gebührenerfassung der Auerswald-Telefonanlage summiert die Gesprächsgebühren pro Teilnehmer. Sie ist unabhängig von der Gesprächsdatenerfassung. Damit die Gesprächsgebühren in Form von Einheiten erfasst werden können, muss bei analogen Anlagen der Gebührenimpuls des Netzbetreibers und bei ISDN-Anlagen mindestens das Merkmal AOCE (Gebühreninformation am Ende des Gesprächs)
freigeschaltet sein. Die Kosten pro Einheit sind einstellbar. Die Abfrage der Einheiten kann entweder über das Telefon oder über den angeschlossenen PC mit dem Bedienprogramm erfolgen. Im Bedienprogramm steht außerdem die Kosteninformation zur Verfügung.

Gebührenkontoführung/Gebührenbegrenzung pro Teilnehmer
Sie können für jeden Teilnehmer zur Begrenzung der Telefonkosten ein Konto mit Gebühreneinheiten einrichten. Dieses Konto kann einen Stand zwischen 0 und 9998 Einheiten haben. Sie bestimmen, ob dieses Konto bei Dienst- und/oder Privatgesprächen belastet wird. Sind alle Einheiten von diesem Konto verbraucht, kann dieser Teilnehmer nicht mehr telefonieren. Das Auffüllen kann jederzeit nach Wahl des
geheimen Passwortes erfolgen.
Damit diese Funktion nutzbar ist, muss bei analogen Anlagen der Gebührenimpuls des Netzbetreibers und bei ISDN-Anlagen das Merkmal AOCD (Gebühreninformation während des Gesprächs) freigeschaltet sein.

Gebührenimpulserzeugung für analoge Teilnehmer
Auerswald-Telefonanlagen setzen im ISDN die digitale Gebühreninformation des Netzbetreibers auf Wunsch für analoge Telefone um. So können Sie auf diesen Telefonen die Gesprächskosten ebenfalls verfolgen. Damit diese Funktion nutzbar ist, muss das Merkmal AOCD (Gebühreninformation während des Gesprächs) freigeschaltet sein. Haben Sie nur das Merkmal AOCE (Gebühreninformation am Ende des Gesprächs) beantragt, können die Gebührenimpulse erst nach dem Auflegen des Hörers zu Beginn des nächsten Gesprächs an das Telefon übertragen werden.

Gesprächsdatenverwaltung mit der Software COMlist (Windows, Mac OS, Linux)
Die Gesprächsdatenverwaltung der Auerswald-Telefonanlage ermöglicht die Filterung und Summierung der einzelnen Gesprächsdaten. Sie können z. B. nach Teilnehmernummern und nach Gesprächsart (Dienst- und/oder Privatgespräch) filtern, dann drucken, löschen oder exportieren (z. B. nach Excel, Access etc.).

Stromausfallsicherer Gesprächsdatenspeicher
Der Gesprächdatenspeicher ist, genauso wie der gesamte Konfigurations- und Kurzwahlspeicher, gegen Datenverlust bei Stromausfall geschützt. Bei Auerswald-Telefonanlagen werden nur EPROMs und/oder Flash-EPROMs eingesetzt, die auch ohne Batteriepufferung bis zu 10 Jahre Stromausfall ohne Datenverlust überstehen.

S0-Port am Amt
Der amtseitige S0-Port stellt die ISDN-Verbindung zwischen dem Netzbetreiber (z. B. Telekom) und der Anlage dar. Alle aktuellen Auerswald-ISDN-Tk-Anlagen können entweder am Tk-Anlagenanschluss oder am Mehrgeräteanschluss betrieben werden.
Bei Systemen mit mehreren externen S0-Ports ist außerdem auch ein gemischter Betrieb möglich. Der Anschluss erfolgt einfach über das beiliegende Westernkabel, welches in die Western-Steckverbindung der Tk-Anlage und des NTBA (oder eine IAE des Busses) eingesteckt wird.

Integriertes ADSL-Modem (UR-2)
Das integrierte ADSL-Modem ermöglich den kostengünstigen Zugang zu Highspeed-ADSL-Diensten. Über einen zusätzlichen ADSL-Port wird die Anlage direkt mit dem Splitter des Netzbetreibers verbunden. Video- oder Musik-Dateien können so mit z. B. 768 KBit/s aus dem Internet geladen werden. Das entspricht der 12-fachen ISDN-Geschwindigkeit!
Das Versenden von E-Mails oder Dateien ist mit bis zu 128 KBit/s möglich. Das Beste dabei: Während man über ADSL im Internet surft, bleiben die beiden ISDN-B-Kanäle für das normale Telefonieren frei.

S0-Port intern
Bei Anlagen mit internem S0-Port können Sie als interne Teilnehmer Systemtelefone, ISDN-Telefone, PC-Einsteckkarten etc. anschließen. Der interne Bus arbeitet als Mehrgeräteanschluss (DSS-1). Sie verwenden zum Anschluss der ISDN-Endgeräte entweder die Western-Steckverbindung der Tk-Anlage oder schließen an die steckbaren Anschlussklemmen die interne Busverdrahtung an. Beachten Sie dabei, dass der Mehrgeräteanschluss für maximal 12 Klemmstellen (z. B. IAE-Dosen) und für maximal
8 ISDN-Endgeräte ausgelegt ist. Es dürfen allerdings nur maximal 4 ISDN-Endgeräte ohne eigene Stromversorgung eingesetzt werden - z. B. ISDN-Telefone.
Da bei jedem S0-Mehrgeräteanschluss 2 Nutzkanäle, die sogenannten B-Kanäle, zur Verfügung stehen, können auch nur 2 ISDN-Endgeräte gleichzeitig je ein unabhängiges Gespräch führen.

Analoge Nebenstellen (symmetrisch)
Als analoge Nebenstellen bezeichnet man Anschlüsse für z. B. die herkömmlichen Telefone. Das Wahlverfahren kann bei allen Auerswald-Tk-Anlagen sowohl IWV (Impulswahlverfahren) als auch MFV (Mehrfrequenzwahlverfahren) sein. Selbstverständlich lernen die Anlagen das Wahlverfahren selber, so dass auch problemlos ein Mischbetrieb möglich ist. Durch den quasi-symmetrischen Teilnehmeranschluss
wird im Vergleich zum Aufwand der Einfluss von Störspannungen auf die verlegten Leitungen drastisch reduziert.

Türklingeleingänge
Die Türklingeleingänge dienen zum Anschluss an eine vorhandene Klingelanlage. Damit erreichen Sie, dass die Tk-Anlage die von Ihnen gewünschten Telefone (oder Anrufbeantworter) bei Betätigung des Klingeltasters ruft. Einige der Auerswald-Tk-Anlagen verfügen über mehrere Klingeleingänge, so dass auch mehrere Klingeltaster angeschlossen werden können. Für jeden Klingeltaster können Sie eine eigene Rufverteilung erstellen.

Türöffnerrelais
Türöffnerrelais werden zum Einschalten von elektrischen Türöffnern benötigt. Die Relaiskontakte sind mit einer Funkenlöschkombination beschaltet, so dass sich jeder handelsübliche Niederspannungstüröffner damit schalten lässt. Der benötigte Klingeltrafo ist in den meisten Fällen schon vorhanden. So kann man nicht nur bequem über das Telefon mit dem Besucher vor der Tür sprechen, sondern auch bei Bedarf
die Tür öffnen.

Türfreisprechen, ohne Verlust einer Nebenstelle
An Tk-Anlagen werden meistens 2-Draht-Türsprechstellen nach FTZ 123 D12-0 verwendet. Von jedem Telefon aus kann mit einem Besucher vor der Tür gesprochen werden. Auerswald bietet ein komplettes Programm an Türsprechsystemen in verschiedenen Farben und Ausführungen (Unterputz- oder Aufputzmontage) sowie mit unterschiedlicher Anzahl der Klingeltaster an. Sind Sie im Besitz einer Auerswald-Tk-Anlage mit einem Türfreisprechanschluss, muss für diese Erweiterung keine Nebenstelle
geopfert werden. Falls ein Türsprechsystem in so genannter 4-Draht-Technik angeschlossen werden soll, besteht die Möglichkeit, unser TSA-500 für die Adaptierung zu verwenden.

Schaltrelais
Falls Sie die Türfunktionen nicht oder nur zum Teil benötigen, können Sie das oder die unbenutzten Relais zum Fernschalten verwenden. Diese Schaltvorgänge können entweder über interne Telefone oder auch über Amt aus der Ferne ausgelöst werden. Wenn Sie Relais über Amt schalten wollen, müssen Sie sich vorher durch Eingabe eines Passwortes identifizieren.

Display-Anschluss für das Systemdisplay SD-420
Das Systemdisplay SD-420 informiert Sie mit einem großen 80-Zeichen-LCD (4 Zeilen mit jeweils 20 Zeichen) über den Betriebszustand der Anlage und übernimmt auch bei der Einrichtung des Systems die Bedienerführung. Der Anschluss erfolgt wie bei einem analogen Telefon über eine Zweidrahtleitung mit einer TAE-Steckdose.

Serielle Schnittstelle (V.24) für PC oder Drucker
Die serielle Schnittstelle der Auerswald-Telefonanlagen können Sie äußerst flexibel nutzen. Sie dient zum Anschluss eines PCs oder Systemdruckers. Sie können frei entscheiden, wie Sie die Schnittstelle betreiben möchten. Wenn Sie das Konfigurationsprogramm auf einem PC zur Einrichtung oder Gesprächsdatenkontrolle nutzen möchten, ist das genauso möglich, wie die direkte Ausgabe von Daten (Einzelgespräche oder Gesprächsdatenliste) direkt auf einem Drucker.

USB-Schnittstelle
Abk. für Universal Serial Bus. Die USB-Schnittstelle an Auerswald-ISDN-Telefonanlagen und Systemtelefonen ermöglicht schnelle und effiziente Datenkommunikation zwischen PC und dem entsprechenden Auerswald-Endgerät. Die Daten zwischen PC und z. B. der COMpact 2206 USB werden mit bis zu 12 MBit/s übertragen. Über den USB kann die Anlage bzw. das Systemtelefon konfiguriert, die Gesprächdatenerfassung ausgelesen und der Kurzwahlspeicher gepflegt werden. In Verbindung mit entsprechender Software (z. B. COMsuite von Auerswald) werden zusätzlich die Funktionen
Internetzugang über DFÜ-Netzwerk, E-Mails senden/empfangen, Faxe G3 und G4 senden/empfangen, PC-Telefonie mit Anrufbeantworter und professionelle Datenübertragung via EuroFile-Transfer ermöglicht.

Externer Musikeingang, Empfindlichkeit stufenlos einstellbar
Der externe Musikeingang dient zum Einspielen von beliebigen Audiosignalen. Sie können hier z. B. einen CD- oder MP3-Player oder besser unseren Digitalen Audio-Recorder DAR-4000 anschließen. Damit können Sie nicht nur Wartemusik, sondern auch Werbetexte oder Kundeninformationen einspielen.

Durchsageausgang
Über diesem Anschluss können Sie von jeder Nebenstelle aus eine Durchsage durch einfache Wahl einer internen Rufnummer realisieren. Am Durchsageausgang können handelsübliche Verstärker, Aktivboxen oder ein bereits vorhandenes ELA-System (Elektroakustik) angeschlossen werden.

 

 

was Ihre Auerswald Anlage alles kann: